Auf twitter, im Hörsaal und im Feuilleton hat das „andere Wirtschaften“ Konjunktur. Es soll Vieles zugleich leisten: das Wachstumsparadigma ablösen und den Marktfundamentalismus. Die vielfältigen Bedürfnisse der Menschen befriedigen, die Umwelt schonen und dem Einzelnen Entfaltungsmöglichkeiten bieten. Während in Seminaren und Talkshows diskutiert wird, öffnen Labore und Nischen, Bauernhöfe und städtische Oasen Raum zum Experimentieren. Meist sind es Orte, an denen gewöhnliche Menschen ungewöhnliche Dinge tun. Sie erproben die Wirtschaftsweise von morgen. Sie gewinnen Einsichten, die sie auf der Radtour mit uns teilen, die wir reflektieren, dokumentieren und weitertragen wollen. Zunächst zur 4. Internationalen Degrowth Konferenz, die in der ersten Septemberwoche 2014 in Leipzig stattfindet.
Die Tour wird Denk- und Produktionsorte der Solidarischen Ökonomie, der Postwachstumsökonomie, des Schenkens, Teilens und Commoning miteinander verbinden und den Genuss von Landschaft und Kultur nicht außen vor lassen. Unsere Eindrücke und neuen Ideen sollen mit anderen geteilt werden, auf Blogs, in Printmedien, vor allem aber mit den Teilnehmer/innen des Degrowth-Kongresses.
Mit: Thomas Handrich, Politikwissenschaftler und Veranstalter von Politische Radreisen sowie Silke Helfrich, Autorin und Commons-Aktivistin, Mitbegründerin Commons Strategies Group.
Los geht’s in einer Kleinstadt im Umland Berlins: am Freitag, den 22.08.2014 (Anreise bis 17 Uhr) Schluss ist in Quetzdölsdorf (Nähe Halle/Leipzig): am Samstag, den 30.08.2014 (Abreise ab 13 Uhr)
Leistungen 8 Übernachtungen, (vorw. DZ inkl. Halbpension - Frühstück und eine warme Mahlzeit) Reiseleitung inklusive politisches und kulturelles Bildungsprogramm ggf. Organisation der Radausleihe
Für Schreibwütige und mitteilsame Blogger/innen oder Journalist/inn/en besteht die Möglichkeit, sich bei der Heinrich Böll Stiftung um ein Vollstipendium zu bewerben. Wir freuen uns genauso über Menschen, die sich „einfach so“ für die Tour begeistern und sie durch ihre Teilnehmerbeiträge ermöglichen.
Kosten Für Übernachtung und Halbpension im Doppel- oder Mehrbettzimmer werden erhoben: € 330,00 Teilnahmebeitrag € 250,00 Beitrag für gering Verdienende (formloser Antrag mit Begründung) € 410,00 Huckepackbeitrag, der die Beiträge für gering Verdienende unterstützt Radausleihe nach Bedarf: ca € 100 Verkehrssichere Räder sind Bedingung. Empfohlen wird ein Helm zum Schutz unserer Denkzentrale. Anmeldung und Rückfragen Referat Internationale Politik Heinrich-Böll-Stiftung e.V., D-10117 Berlin | Schumannstraße 8 E: Radtour@boell.deDie Gruppe wird aus mindestens 15 und maximal 20 Teilnehmer/innen bestehen. Wir bitten um möglichst frühzeitige Anmeldung!
Über 238 engagierte Sozial- und Naturwissenschaftler*innen aus den 28 EU-Mitgliedsstaaten appellieren an die EU: Europa, es ist Zeit, die Abhängigkeit vom Wirtschaftswachstum zu beenden. Anlass für diesen offenen Brief, der zeitgleich im Guardian, auf Zeit Online, bei Der Freitag, Liberation, der Wiener Zeitung, Politiken und vielen anderen europäischen Zeitungen veröffentlich wird, ist heute b...
Bioökonomie ist ein Thema, das bei vielen Degrowth-Aktivist_innen nur am Rande vorkommt und oft unterschätzt wird. Die aktuelle Oya beschreibt, wie tief die Bioökonomie in alle Lebensbereiche eingreift, warum dies gefährlich ist und wie Widerstand möglich ist. Neugierig? Mehr dazu hier
Die Krise der gesellschaftlichen Naturverhältnisse ist auch eine Krise der gesellschaftlichen ReProduktionsverhältnisse. Dies ist der Ausgangspunkt der queer-feministischen Kritik an den alternativen Ansätzen, die unter den Schlagworten Green New Deal, Postwachstum oder Solidarische Ökonomie verhandelt werden. Während die Strategien des Green New Deal auf eine ökologische Modernisierung der Industriepolitik abzielen, stellen Postwachstumsdebatte und Solidarische Ökonomien [...]