Das Konzeptwerk hat eine Replik auf postwachstumskritik.de geschrieben. Die der Webseite entsprechende Studie "Wirtschaftswachstum aufgeben? Eine Analyse wachstumskritischer Argumente" (Funke et al. 2015) fasst die Ergebnisse eines Seminars zusammen, in welchem sich die studentischen Autor_innen kritisch mit dem Konzept Postwachstum auseinandergesetzt haben. Die Autor_innen fragen "Müssen wir Wirtschaftswachstum aufgeben? Wollen wir dies? Und können wir es überhaupt?". Diese Fragen zu stellen und damit den Postwachstumsdiskurs kritisch zu ergründen, ist spannend und wichtig. Die Gruppe hat den Anspruch von "formaler und inhaltlicher Korrektheit an den Argumentationsweisen der Verfechter wachstumskritischer Thesen" und lädt explizit zur kritischen Auseinandersetzung mit ihrer Arbeit ein. Dieser Einladung folgend möchten wir mit diesem Artikel auf einige Punkte gezielt eingehen. Erstens reduziert die Analyse den Postwachstumsdiskurs auf einige wenige (männliche) Autoren und auf "pauschales Schrumpfen". Dem möchten wir die Vielfalt von Akteur_innen sowie ein differenziertes Verständnis von Postwachstum entegegensetzen. Zweitens erwidern wir den Optimismus der Autor_innen, den Klimawandel rechtzeitig mit technischen und marktbasierten Lösungen aufhalten zu können, mit der Notwendigkeit tiefgreifenderer Veränderungen unserer Wirtschafts- und Lebensweise. Drittens möchten wir Klarheit schaffen über die dem Diskurs zugrundeliegenden Menschen- und Weltbilder. Damit hoffen wir einen konstruktiven Beitrag zur Debatte und zu einem differenzierten Verständnis von Postwachstum und Degrowth zu leisten. > Die Replik in der Degrowth-Mediathek > Die Studie “Wirtschaftswachstum aufgeben? Eine Analyse wachstumskritischer Argumente”
Historical roots of current debates on sustainable degrowth The future of economic growth is one of the decisive challenges of the twenty-first century. Though beginning at different times in different places, during the last two centuries, overall global economic growth has profoundly transformed life of humans and of the rest of nature. Today, societies, economies, and cultures are essentia...
“Wirtschaft ohne Wachstum” – so lautet erneut das Ausschreibungsthema für den Kapp-Forschungspreis für Ökologische Ökonomie. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und richtet sich an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der verschiedensten Disziplinen. Die Bewerbungsfrist endet mit dem 1. März 2016. Weitere Infos gibt es hier oder auf der Website der Vereinigung für Ökologische Ökon...
Was ist ein gutes Leben und wie kann man ein gutes Leben leben? Eine Frage, die jeder einzelne für sich beantworten muss? Nein, sagen Uwe Schneidewind und Angelika Zahrnt in ihrem Buch „Damit gutes Leben einfacher wird“. Das gute Leben sei auch ein politisches Thema, denn die Politik muss die Bedingungen und Möglichkeitsräume für ein [...]