Basierend auf den Leitlinien einer digitalen Suffizienz, eines konsequenten Datenschutzes und einer Gemeinwohlorientierung nach dem Motto "kollaborativ statt kapitalistisch" verknüpfen die Autoren die Chancen einer so ausgerichteten Digitalisierung mit Politikvorschlägen aus der Debatte um eine sozial-ökologischen Transformation. Dazu gehören vor allem eine ökologisch-digitale Steuerreform für eine Re-Regionalisierung der Wirtschaft, eine kurze Vollzeit zum Ausgleich für durch Digitalisierung wegfallende Arbeitsplätze und punktuelle Werbeverbote zur Begrenzung einer Konsumausweitung. Flankierend kommen die Unterstützung kooperativer statt kommerzieller Plattformen der Sharing-Ökonomie und der Ausbau der Care-Ökonomie hinzu.
Ökologische Vorteile einer Digitalisierung sehen die Autoren vor allem im Bereich der Steuerung dezentral organisierter Stromnetze aus erneuerbaren Energien, in der Vernetzung verschiedener Verkehrsmittel als Alternative zum Auto und in kollaborativen digitalen Austauschplattformen. Konzepte wie "Smart Home" oder "Smart City" sehen die Autoren in ihrer Ganzheit kritisch – sowohl aus ökologischen, als auch aus datenschutzrelevanten Gründen, wobei sie punktuell durchaus Vorzüge sehen. Es gilt auch hier: "Nicht so viele smarte Geräte wie möglich, sondern so wenige wie nötig".
Die Degrowth-Summerschule 2015 fand gemeinsam mit dem Klimacamp im Rheinland statt. Das Rheinland ist eines der größten Braunkohle-Abbaugebiete und die größte CO2-Quelle in Europa. Um gegen klimaschädliche Industrie und Ressourcenausbeutung zu protestieren, kamen hier verschiedene Bewegungen zusammen, um sich für Alternativen und eine soziale Transformation einzusetzen. Ein Video von Raute Film...
Im Rahmen des Forschungsprojekts „Postwachstumspioniere“ interviewt das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in den nächsten Wochen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zum Thema Wachstum. Gesucht sind Beispielunternehmen mit alternativen Entwicklungsorientierungen, die von Wachstum unabhängig und gleichwohl zukunftsfähig sind. Uns interessieren Positionen und Beweggründe, Ziele und Strategien für erfolgreiches Unternehmertum jenseits des Wachstumskurses, aber auch die [...]
Können Maßnahmen zur Effizienzsteigerung trotz diverser Rebound-Effekte absolute Senkung des Ressourcenverbrauchs bewirken? Tilman Santarius hat jüngst die Debatte um relative und absolute Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch für obsolet erklärt. Ernst Ulrich von Weizsäcker zeigt in seinem Buch „Faktor Fünf“ hingegen Strategien auf, wie Effizienzsteigerungen zu einer Entkopplung beitragen können. In diesem Interview nimmt er [...]