Von Gerrit von Jorck
Im Rahmen des Forschungsprojekts „Postwachstumspioniere“ interviewt das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in den nächsten Wochen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zum Thema Wachstum. Gesucht sind Beispielunternehmen mit alternativen Entwicklungsorientierungen, die von Wachstum unabhängig und gleichwohl zukunftsfähig sind. Uns interessieren Positionen und Beweggründe, Ziele und Strategien für erfolgreiches Unternehmertum jenseits des Wachstumskurses, aber auch die Hürden, die es dabei zu überwinden gilt. Nicht zuletzt wollen wir erfahren, welches Potenzial die Unternehmer/innen sich und den KMU insgesamt zusprechen, einen relevanten Beitrag in den Wandelprozessen zur Postwachstumsgesellschaft zu leisten.
Das Projekt „Postwachstumspioniere“ will kleinen und mittleren Unternehmen Möglichkeiten aufzeigen, wie sie sich besser auf stagnierende oder schrumpfende Märkte, ökologische Knappheiten, ökonomische Krisen oder einschneidende demografische Veränderungen einstellen können. Über Befragungen, Fallstudien und Workshops werden die vielfältigen Wachstumsvorstellungen und Entwicklungsorientierungen von KMU erfasst und Optionen für einen proaktiven Umgang mit Wachstumsgrenzen vermittelt. Damit soll eine Lücke in der Diskussion um eine „Postwachstumsgesellschaft“ geschlossen werden, in der die Rolle und die Möglichkeiten der Unternehmen bislang ausgeblendet sind. Weitere Informationen zu dem Projekt und zu aktuellen Terminen finden Sie unter www.postwachstumspioniere.de. Hier stehen auch die Ergebnisse des Vorgängerprojekts „Wachstumsneutrale Unternehmen“, erschienen als IÖW-Schriftenreihe 205/13, zum Download zur Verfügung.
The left's strange bedfellows Over a year ago I lived in Barcelona, where I was lucky enough to witness a social movement—in large part fuelled by cooperatives, squats, and other autonomous spaces—win the mayoral elections. I had spent the year being involved with a group that studies and advocates ‘degrowth’—the idea that we must downscale production and consumption to have a more equitable s...
Aus unserem Projekt Degrowth in Bewegung(en) Wenn Degrowth heißt, dass wir Menschen uns von den Fesseln des Wachstumszwangs befreien müssen, und wenn Commons-Aktivist*innen sich für mehr Commoning in der Welt einsetzen, dann müssen wir uns wohl folgende Fragen stellen: Von welchem Wachstum gilt es sich zu lösen? Wovon brauchen wir mehr? Wie könnte das gehen? Wer setzt sich dafür ein? Auf der ...
Martin Lindner ist Professor für Didaktik der Biologie und Geographie und war Mitorganisator des Buen Vivir-Symposiums an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. In seinem Interview im Rahmen des Stream towards Degrowth zeigt er einige Alternativen zur Wachstumsgesellschaft auf. Stellen Sie sich vor, die Welt erlebt eine Zeit des „guten Lebens“ jenseits des Wachstums. Blicken wir dann, sagen wir [...]