Von Gerrit von Jorck
Im Rahmen des Forschungsprojekts „Postwachstumspioniere“ interviewt das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in den nächsten Wochen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zum Thema Wachstum. Gesucht sind Beispielunternehmen mit alternativen Entwicklungsorientierungen, die von Wachstum unabhängig und gleichwohl zukunftsfähig sind. Uns interessieren Positionen und Beweggründe, Ziele und Strategien für erfolgreiches Unternehmertum jenseits des Wachstumskurses, aber auch die Hürden, die es dabei zu überwinden gilt. Nicht zuletzt wollen wir erfahren, welches Potenzial die Unternehmer/innen sich und den KMU insgesamt zusprechen, einen relevanten Beitrag in den Wandelprozessen zur Postwachstumsgesellschaft zu leisten.
Das Projekt „Postwachstumspioniere“ will kleinen und mittleren Unternehmen Möglichkeiten aufzeigen, wie sie sich besser auf stagnierende oder schrumpfende Märkte, ökologische Knappheiten, ökonomische Krisen oder einschneidende demografische Veränderungen einstellen können. Über Befragungen, Fallstudien und Workshops werden die vielfältigen Wachstumsvorstellungen und Entwicklungsorientierungen von KMU erfasst und Optionen für einen proaktiven Umgang mit Wachstumsgrenzen vermittelt. Damit soll eine Lücke in der Diskussion um eine „Postwachstumsgesellschaft“ geschlossen werden, in der die Rolle und die Möglichkeiten der Unternehmen bislang ausgeblendet sind. Weitere Informationen zu dem Projekt und zu aktuellen Terminen finden Sie unter www.postwachstumspioniere.de. Hier stehen auch die Ergebnisse des Vorgängerprojekts „Wachstumsneutrale Unternehmen“, erschienen als IÖW-Schriftenreihe 205/13, zum Download zur Verfügung.
Am 8. Oktober veröffentlichte der IPCC seinen Sonderbericht über 1,5°C Erwärmung. Aus diesem aktuellen Anlass reposten wir Kai Kuhnhenns kritischen Blogbeitrag zu Klimaschutzszenarien der auf einer längeren Analyse fußt. Im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung hat Kai seine Kritik auch nochmal auf die Szenarien des IPCC zugespitzt, die entsprechende Kurzstudie findet sich hier. Wir alle benutz...
Was Migration mit imperialer Lebensweise, Degrowth und neuem Internationalismus zu tun hat Eine Auseinandersetzung aus kritischer Perspektive mit Fluchtursachen im globalen Süden ist dringend notwendig und darf nicht dem politischen Establishment überlassen werden. Anstatt jedoch ›Entwicklungshilfe‹ als potentielle Lösung zu sehen, sollte das Paradigma der ›Entwicklung‹ grundlegend problematis...
Wege und Herausforderungen in eine geldfreiere Gesellschaft Mit 300 Menschen, fünf Keynotes, 20 Workshops, einem veganen Mitmachbrunch, einer Wishbowl und vielem mehr lädt das Netzwerk living utopia zur UTOPIKON vom 04. bis 06.11. nach Berlin in die Forum Factory ein! Dabei sind bisher inspirierende Keynote-Speaker*innen wie Friederike Habermann, Niko Paech, Silke Helfrich, Gerrit von Jo...