Der Wohlstand Mitteleuropas, unser hohes Mobilitäts- und Konsumniveau, gründet auf drei industriellen Revolutionen, deren technischer Fortschritt die Arbeitsproduktivität ständig erhöht hat. Die Folgen sind paradox: Einerseits können mit dem gleichen Arbeitsaufwand immer mehr Güter produziert werden, und die breite Masse der Bürger kann sich dank Lohnerhöhungen immer mehr leisten. Andererseits werden dieselben Produktivitätsfortschritte genutzt, um Arbeitskräfte freizusetzen und durch Maschinen zu substituieren. Weiterlesen in der Zeit.
Von Lasse Thiele Ist Degrowth nur im Kontext „übersättigter“ Industriegesellschaften denkbar, während der „globale Süden“ weiterhin auf Wachstum angewiesen ist? In den beiden Teilen dieses Beitrags sollen derartige Annahmen hinterfragt werden: Zunächst werden entwicklungskritische Positionen vorgestellt, die das westliche Wohlstandsmodell nicht übernehmen wollen; im nächsten Schritt werden die...
Von Felicitas Sommer "Ihr wart Teil eines Experiments" sagt einer der beiden Hauptkoordinatoren am ersten Tag der Konferenz, zur Begrüßung der über 2000 zuhörenden Menschen „Ihr konntet zahlen, was ihr wolltet.“ Der Mindestpreis pro Teilnehmer_in betrug 15 Euro. Das ist etwas mehr als die Raummiete der Universität Leipzig für eine Woche, also nur ein Bruchteil der Gesamtkosten für die Konfer...
Barbara Muraca und Tanja von Egan-Krieger sprechen in diesem Interview über “Gutes Leben jenseits des Wachstums – Entwürfe und Kritik feministischer Ökonomik”. Im vierten Teil dieses Interviews geht es um reale Alltagserfahrungen in Griechenland und Deutschland. Es steht die Frage im Mittelpunkt, was unter Arbeit verstanden wird und wie diese verteilt werden sollte. Auf der Tagung [...]