Der Wohlstand Mitteleuropas, unser hohes Mobilitäts- und Konsumniveau, gründet auf drei industriellen Revolutionen, deren technischer Fortschritt die Arbeitsproduktivität ständig erhöht hat. Die Folgen sind paradox: Einerseits können mit dem gleichen Arbeitsaufwand immer mehr Güter produziert werden, und die breite Masse der Bürger kann sich dank Lohnerhöhungen immer mehr leisten. Andererseits werden dieselben Produktivitätsfortschritte genutzt, um Arbeitskräfte freizusetzen und durch Maschinen zu substituieren. Weiterlesen in der Zeit.
Von Ulrich Schachtschneider Mit der Degrowth-Bewegung ist ein neuer Stern am Himmel der sozialen Bewegungen erschienen. Doch die traditionelle Linke beobachtet diese Neu-Erscheinung etwas kritisch – ist es doch ein Aufbruch, der auch ohne sie möglich erscheint. Es fehlten die marxistischen, feministischen und antirassistischen Analysen und die entsprechenden Parolen. Wo sie doch kamen, wurden ...
An einem Wochenende im November 2013 fand im Studium Oecologicum der Eberhard Karls Universität Tübingen das Seminar “Warum Wachstum? Eine Theoriewerkstatt zu Wachstumszwängen” statt. 20 Teilnehmer_innen beschäftigten sich mit strukturellen Bedingungen und Gründen von Wirtschaftswachstum. Aus ökologischer und kapitalismuskritischer Perspektive sowie aus Perspektive der Glücksforschung existieren gute Gründe, Wirtschaftswachstum als gesellschaftliche und wirtschaftspolitische Zielgröße zu [...]
Der Stream towards Degrowth gerät in Bewegung! In den Strom einer wachstumskritischen Öffentlichkeit reihen sich politische, künstlerische und wissenschaftliche Institutionen, Initiativen und Einzelpersonen. Mit der Tagung "Wege aus dem Wachstumszwang" am 27. November in Jena haben wir den Startschuss gegeben. Wir freuen uns darauf, auf dem Weg zur Konferenz vielseitige Debatten, Positionen und...