“Wirtschaft ohne Wachstum” – so lautet erneut das Ausschreibungsthema für den Kapp-Forschungspreis für Ökologische Ökonomie. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und richtet sich an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der verschiedensten Disziplinen. Die Bewerbungsfrist endet mit dem 1. März 2016. Weitere Infos gibt es hier oder auf der Website der Vereinigung für Ökologische Ökonomie (VÖÖ)
Dieser Artikel ist im Rahmen der Theoriewerkstatt zu Wachstumszwängen entstanden. Im ersten Teil dieses Artikels haben wir beleuchtet, warum die klassischen Wirtschaftswissenschaften Wirtschaftswachstum für notwendig halten, um die Konsumwünsche einer Bevölkerung zu befriedigen, sowie die Fragwürdigkeit dieser Annahme offengelegt. Um es nicht bei der Kritik zu belassen, stellen wir im zweiten Teil mögliche Alternativen [...]
Wirtschaftswachstum ist einerseits ein klar definierter Begriff der Wirtschaftswissenschaften, andererseits ein ideologischer Kampfbegriff: Wer sich nicht vorauseilend von Wachstum distanziert, gilt als Betonkopf, weil Wachstum mit Ressourcenverbrauch und -schädigung gleichgesetzt wird. Übersehen wird dabei, dass auch „Null-Wachstum“ oder sogar wirtschaftliche Schrumpfung mit zunehmender Schädigung der Umwelt verbunden sein können, dann nämlich, wenn sich Produktionsstrukturen verschieben. [...]
Wir haben die Leute von ausgeCO2hlt um ein Interview gebeten, welches sie uns in einer möglichen Zukunft geben, einer Zukunft ohne wachstumsfixierte Wirtschaftspolitik. Dazu schickten wir ihnen einige Fragen. Wir bekamen zwar kein Interview, dafür aber einen sehr schönen Text als Antwort. Damals, vor 20 Jahren, als der Klimagipfel in Kopenhagen spektakulär gescheitert war, fanden sich im Rhei...