Von Felix Holtermann
1972 erschien „Grenzen des Wachstums“, der erste Bericht an den Club of Rome. 45 Jahre später ist seine Wachstumskritik aktueller denn je. Während die Industriestaaten immer langsamer wachsen, erlebt die Wachstumsskepsis eine beispiellose Renaissance – in der Forschung, in den Medien, im gesellschaftlichen Diskurs. Eine Sphäre aber bleibt außen vor: die Politik. Wachstumskritik gleicht hier einem Tabuthema, spielt auf Regierungsebene kaum eine Rolle. Wachstum ist und bleibt oberstes Ziel der Wirtschaftspolitik. Warum ist das so? Weiterlesen auf dem Blog Postwachstum
Seit Anfang September sind alle Texte, Videos und Audiobeiträge des Multimedia-Veröffentlichungspojektes „Degrowth in Bewegung(en)“ online. In diesem Projekt schreiben Menschen aus 31 sozialen Bewegungen und alternativeökonomischen Strömungen – von der Anti-Kohle-Bewegung über Commons bis zu Gewerkschaften und Urban-Gardening – über ihre jeweilige Vision, ihre Aktivitäten sowie ihr Verhältnis z...
In Diskussionen mit unternehmerischen Akteuren zum Thema Unternehmenswachstum und Wachstumskritik ist eine der ersten Rückfragen regelmäßig: Welches Wachstum ist denn gemeint? Auch die Teilnehmenden des Workshops „Zukunftsfähig wachsen? Unternehmen zwischen Wachstum und Nachhaltigkeit“ (IÖW/GLS Bank) verbanden mit Wachstum eine Vielzahl von Indikatoren, die sie für ihre eigenen Unternehmungen mit unterschiedlichem Gewicht versehen. Aus der nachhaltigkeitsorientierten [...]
Wirtschaftswachstum ist einerseits ein klar definierter Begriff der Wirtschaftswissenschaften, andererseits ein ideologischer Kampfbegriff: Wer sich nicht vorauseilend von Wachstum distanziert, gilt als Betonkopf, weil Wachstum mit Ressourcenverbrauch und -schädigung gleichgesetzt wird. Übersehen wird dabei, dass auch „Null-Wachstum“ oder sogar wirtschaftliche Schrumpfung mit zunehmender Schädigung der Umwelt verbunden sein können, dann nämlich, wenn sich Produktionsstrukturen verschieben. [...]