Nach fast einem Jahr unermüdlicher Arbeit freuen wir uns, unsere Mediathek präsentieren zu können. Hier finden sich diverse Medien zu einer Wirtschaft, die ohne Wachstum auskommt. Bereits jetzt umfasst die Mediathek fast 700 internationale Einträge, von einstiegsfreundlichen Videos über Zeitungs- und Radiointerviews bis hin zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Die Beiträge lassen die sich über Suchkriterien oder die umfangreiche Themenliste bequem filtern.
Mit der Mediathek möchte das Team des Degrowth Web-Portals bereits vorhandene Medien einfacher zugänglich machen und damit die bereits dynamische Degrowth-Bewegung zu unterstützen. In den nächsten Wochen und Monaten wird sich die Mediathek weiter füllen. Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern!
In den letzten Jahren hat der Konvivialismus einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Dabei ist selbst nach einer oberflächlichen Lektüre schnell klar, dass hier eine Nähe zum Konzept und zu der Bewegung des Degrowth besteht. Doch worin besteht die Nähe, und wo liegen die Differenzen? Im Folgenden möchte ich zunächst kurz rekapitulieren, was auf theoretischer und praktischer Ebene unter Degrowth...
Wirtschaftswachstum ist einerseits ein klar definierter Begriff der Wirtschaftswissenschaften, andererseits ein ideologischer Kampfbegriff: Wer sich nicht vorauseilend von Wachstum distanziert, gilt als Betonkopf, weil Wachstum mit Ressourcenverbrauch und -schädigung gleichgesetzt wird. Übersehen wird dabei, dass auch „Null-Wachstum“ oder sogar wirtschaftliche Schrumpfung mit zunehmender Schädigung der Umwelt verbunden sein können, dann nämlich, wenn sich Produktionsstrukturen verschieben. [...]
An einem Wochenende im November 2013 fand im Studium Oecologicum der Eberhard Karls Universität Tübingen das Seminar “Warum Wachstum? Eine Theoriewerkstatt zu Wachstumszwängen” statt. 20 Teilnehmer_innen beschäftigten sich mit strukturellen Bedingungen und Gründen von Wirtschaftswachstum. Aus ökologischer und kapitalismuskritischer Perspektive sowie aus Perspektive der Glücksforschung existieren gute Gründe, Wirtschaftswachstum als gesellschaftliche und wirtschaftspolitische Zielgröße zu [...]