Nach den Erfolgen der letzten Jahre laden die Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (VÖW) und das netzwerk n vom 30.7. – 2.08. 2014 zur vierten Sommerakademie nach Lobetal bei Berlin ein.
Anhand der Erfahrungen bei der Etablierung von Nachhaltigkeit in Wissenschaft und Lehre sollen Strategien entwickelt werden, mit denen insbesondere Studierendeninitiativen alternative Konzepte wie Postwachstum, plurale Wirtschaftswissenschaften oder transdisziplinäre Forschung vorantreiben können.
Eine hochkarätige Mischung von Expert_innen und Vertreter_innen erfolgreicher Studierendeninitiativen ist angefragt. Die Sommerakademie tagt im Gästehaus einer sozialen Stiftung im Grünen und wird von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm begleitet. Die interdisziplinäre Akademie ist offen für Studierende, Doktorand_innen und Absolvent_innen aller Fachrichtungen. Voraussetzung ist ein gewisses Grundwissen und Interesse an integrativen Ansätzen im Bereich degrowth. Bewerbungen mit kurzem Lebenslauf und einem halbseitigen Motivationsschreiben können bis zum 25.05.2013 eingereicht werden. Die Ergebnisse der Sommerakademie werden im September in die Diskussionen auf der Degrowth Konferenz einfließen.
Detaillierte Informationen finden sich in der Ausschreibung zur Sommerakademie und unter www.voew.de/sommerakademie. Fragen und Anmeldebögen können an sommerakademie(at)voew.de geschickt werden.
Der Wohlstand Mitteleuropas, unser hohes Mobilitäts- und Konsumniveau, gründet auf drei industriellen Revolutionen, deren technischer Fortschritt die Arbeitsproduktivität ständig erhöht hat. Die Folgen sind paradox: Einerseits können mit dem gleichen Arbeitsaufwand immer mehr Güter produziert werden, und die breite Masse der Bürger kann sich dank Lohnerhöhungen immer mehr leisten. Andererseits ...
Viele Publikationen, die für Suffizienz und eine Abkehr vom Wachstums-Paradigma plädieren, adressieren allein an die Politik. Sie müsse für veränderte Rahmenbedingungen sorgen, „damit gutes Leben einfacher wird“ (Schneidewind/Zahrnt). Sie müsse das Geldsystem in ein Vollgeld-System umwandeln (Huber) und/oder endlich eine ökologische Steuerreform durchführen (Binswanger/Nutzinger), um den Naturverbrauch mit monetären Anreizen zu reduzieren. So richtig diese Argumentationen [...]
Sabine Reiner schreibt mit Blick auf die Krise in Südeuropa: „Kein Wachstum ist auch keine Lösung.“ Die ungewollte Rezession kann trotz ihrer katastrophalen Auswirkungen jedoch kein Grund zur pauschalen Ablehnung einer Postwachstumsökonomie sein. Im Gegenteil, die uns dort vor Augen geführte bedrohliche Entwicklung verdeutlicht die Notwendigkeit einer vom Wachstum unabhängigen Wirtschaft und Gesellschaft: mit sozialen [...]